Walter&Benjamin – ein Geheimtipp!

Was gibt es schöneres als zu Beginn des Sommerurlaubs erst einmal sehr gut essen zu gehen bevor die Reise, wohin auch immer, losgeht. Da uns im Alltag, bedingt durch unterschiedliche Arbeitszeiten, selten die Zeit bleibt zusammen essen zu gehen, fällt es oft schwer Restaurants, die wir gerne testen möchten zu besuchen. Denn die meisten Restaurants haben zumeist Sonntag und Montag Ruhetag. Dank Urlaub konnten wir diese Ruhetage endlich einmal umgehen.

Unser diesmaliges Ziel war das Restaurant Walter&Benjamin in der Rumfordstraße 1, 80469 München. Ihr fragt euch sicher warum genau dieses Restaurant. Die Antwort liegt auf der Hand. Sehr gutes Essen, Weine in allen erdenklichen Varianten (dank angegliederter Weinhandlung) und noch dazu ein Kochkamerad und Freund von mir (Flo), der Regie über sein Küchenreich führt. Beim betreten fällt uns direkt auf, dass Terrasse und Innenraum gut gefüllt sind. Die Begrüßung ist äußerst herzlich – was uns überrascht ist, dass zufällig am Tag unseres Besuchs eine gute Bekannte im Service tätig ist. Was kann es schöneres geben. Wir fühlen uns direkt zu Hause.

Nach einem kurzen Plausch und einem leckeren, spritzigen Cidre als Aperitif, der uns überraschte und perfekt für einen warmen Sommerabend ist, hieß es von der handgeschriebenen Karte mit 4 Vorspeisen/ Zwischengerichten, 3 Hauptgerichten und einem Dessert die Menüfolge festzulegen.

Unsere Wahl viel auf:

Vorspeise: Kalte Kartoffelsuppe – Pulpo – Gurke – Bacon – Pops
Zwischengang: Red Snapper – Erbsenpürée – Fenchelsalat – Wassermelone – Grapefruit
Hauptgang: Steinbutt – geräucherte Papaya – Kräutersaitlinge – Kapern – Limetten-Nussbutter (Flo)
Spanferkelbackerl – Pfirsich – Aubergine – schwarze Bohne (Sabrina)
Dessert: Mandel-Polentakuchen – Bourbon – Orangensorbet

Bevor der erste Gang serviert wurde, bekamen wir einen Gruß aus der Küche serviert: „Geschmorte Urkarotten mit Ziegenfrischkäsecrème“. Obwohl Sabrina eigentlich ein Verfechter von jeglichen Varianten von Ziegen- oder Schafskäseprodukten ist, konnte Sie dieser Gang überzeugen. Durchaus eine Überraschung.

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Als Auftakt folgte die ausgewählte Suppe, auf die vor allem Sabrina äußerst gespannt war, denn kalte Suppen konnten Sie bis dato nicht überzeugen. Nichtso diese, denn die Kombination von Pulpo, Gurke, Bacon und Pops in einer kalten Suppe als Einlage, überzeugte durch Ihre Aromenvielfalt und ihre Leichtigkeit. Begleitet durch ein frisches Bauernbrot ein wahrer Genuss.

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Es folgte ein kross gebratenes Red Snapper Filet auf einem marinierten Feldsalat mit Avocadocrème und Melone. Hierzu muss man nicht mehr erwähnen außer: LECKER!

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Nun der Hauptgang. Geschmorte Gerichte kommen zumeist zu Hause viel zu selten auf den Teller, da diese sehr zeitintensiv in der Zubereitung sind. Demnach viel Sabrina’s Wahl ohne großes Überlegen auf die geschmorten Backerl. In der Kombination mit frischen Pfirsichen und Auberginen kamen diese sehr gut zur Geltung.20150818_210041

Ich hingegen entschied mich hier direkt für einen meiner Favoriten: Steinbutt. Ein im ersten Moment bekanntes Gericht mit einer klassischen Limetten-Nussbutter überrascht durch geräucherte Papaya als Komponente. Kreativ, neu interpretiert und sehr gelungen.

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Den krönenden Abschluss bildetete ein leckerer Kuchen. So gut, dass direkt am nächsten Tag nach einem Rezept für einen Kuchen dieser Art heraus gesucht wurde. Suchtpotential 🙂

Ich hoffe ihr habt einen guten Eindruck über unseren Besuch im Walter&Benjamin bekommen. Leider können wir jedoch nicht mehr rekonstruieren welche Weine wir begleitend zu unserem Menü genossen haben. Aber hier lasst euch gesagt sein, dass wir uns voll und ganz auf das Serviceteam verlassen konnten und diese gekonnt zu jedem Gang einen passenden Wein kredenzt haben. Eine große Auswahl verschiedenster Weine ist auf jeden Fall vorhanden. Und falls euch ein Wein besonders gut geschmeckt habt, könnt ihr diesen selbstverständlich vor Ort für zu Hause kaufen.
Das Walter&Benjamin ist in München definitiv ein Geheimtipp für all die, die guten Wein und Essen in entspannter Atmosphäre suchen und zu schätzen wissen. Unser Besuch war sicherlich nicht unser letzter – versprochen!

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