Reisauflauf – pure Kindheitserinnerung!

So, nun ist es soweit. Ich kann es einfach nicht mehr für mich behalten… endlich kann ich euch mein allerliebstes Rezept vorstellen und euch in das Geheimnis einweihen. Na gut ich gebe es ja zu, neben diesem Rezept gibt es auch noch 2-3 andere die ich liebe, aber alle auf einmal schaffe auch ich nicht in meiner Küche zu produzieren. Und mal ganz ehrlich, ihr könntet euch ja dann nicht entscheiden was ihr nachbacken sollt. Mir ginge es zumindest so.IMG_0655

Aber jetzt etwas anderes. Kennt ihr dass, wenn euch eure Mütter oder besser noch Großmütter fragen was sie euch zu einem besonderem Anlass kredenzen dürfen. Bei herzhaften Speisen fällt mir die Entscheidung leicht und trifft immer meine geliebten: „Rinderrouladen mit selbstgemachten Spätzlen und Blaukraut“ Aber in Sachen Süßes tue ich mir sehr schwer mich festzulegen. Es gibt einfach so viele gute, zumeist Familienrezepte, die man sich selber nie oder wenn dann sehr selten zubereitet. Entweder sind sie zu aufwändig, brauchen zuviele Zutaten, die man natürlich just in dem Moment in dem es einen danach gelüstet, nicht im Haus hat oder die Rezepte sind so ausgelegt, dass eine ganze Fußballmannschaft oder Großfamilie satt werden würde.

IMG_0618

Aber dennoch hat die Wahl der Rezepte eine bestimmte Tradition. Findet ihr nicht auch. Zum Geburtstag muss es einfach immer der Russische Apfelkuchen sein, im Sommer sind Marillenknödel von meiner Oma – natürlich mit Marillen aus dem eigenen Garten in Österreich – unverzichtbar oder an kalten Winterabenden ein warmer Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster von meiner besseren Hälfte. (Ja hin und wieder kann ich ihn auch dazu überreden etwas süßes zu zaubern – vielleicht seht ihr das ja demnächst auch einmal 🙂 ) Nicht zu vergessen: ein selbstgemachter Apfelstrudel oder Buchteln von meiner Mama…

Diese Liste könnte ich unentlich lange weiter schreiben wie wahrscheinlich jeder andere auch – lasst mich doch wissen wie es euch damit geht. Was sind eure Lieblingsrezepte. Über Bilder, Rezepte und Ideen würde ich mich freuen. Für mich sind diese Rezepte einfach ein Teil meiner Familie und meiner Kindheit. Damit auch ihr daran teilhaben könnt müsst ihr eure Backsachen rausholen und alle Zutaten, für den allerleckerste Reisauflauf mit Früchten von meiner lieben Mama, hervorholen!
IMG_0612

Als Basis dient ein bereits gekochter Milchreis (gerne mache ich hier direkt eine größere Menge, denn kalt schmeckt er schließlich als Frühstück oder Nachspeise wunderbar). Dieser wird mit flüssiger Butter, Quark, Eiern und Zucker verfeinert. Gekrönt mit Früchten der Saison wie Kirschen, Äpfel, Himbeeren, Birnen, Nektarinen, etc.  wandert er schließlich in den Ofen. Ob warm als Hauptgang oder abgekühlt als Kuchen am nächsten Nachmittag, beide Varianten sind super gut. Probiert es doch einfach aus und lasst mich auch hier wissen welche Variante ihr bevorzugt.

Nun viel Spaß mit dem Rezept und guten Appetit!

IMG_0644

Zutaten für eine kleine Springform:
250g Milchreis
1 Liter Milch
1 Stange Zimt
150g Zucker
2 Pck. Vanillezucker
300g Magerquark
50g Butter, flüssig
2 Eier
Prise Salz
Saft von 1 Zitrone
Abrieb von 1/2 Zitrone
125g frische oder gefrorene Himbeeren

Zubereitung:
Zunächst müsst ihr mit dem Milchreis beginnen. Ganz einfach nach Packungsanleitung kochen. Wichtig hier ist, keinen Fertigmilchreis aus der Packung zu nehmen. Dieser wird zu weich und ist überdies bereits gesüßt. Jedoch dürft ihr bereits von anfang an die Zimtstange in den Topf werfen. Sobald nun der Milchreis gar ist, die Hälfte beiseite geben und später als Frühstück essen 🙂 Die andere Hälfte leicht abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Zucker, Vanillezucker, Eier, Quark, Butter, Salz und Zitronensaft und -abrieb cremig aufschlagen. Unter die gekühlte Reismasse heben und direkt in die gut gefettete Auflaufform füllen. Die Himbeeren gleichmäßig darüber verteilen und in den Ofen geben. Für ca. 40-50 Minuten, je nach Ofen, bei 180°C backen.

Lasst es euch schmecken.

Ein Kommentar bei “Reisauflauf – pure Kindheitserinnerung!”

  1. Heidi Redl sagt:

    Hallo Ihr Backbegeisterten,
    dieses Rezept stammt von mir (Sabrinas Mama), und ich muss schon sagen der Reisauflauf war wirklich lecker. Wir durften ein kleines Stückchen naschen, wegen der Qualitätskontrolle, den Rest hat natürlich meine liebe Tochter gegessen. Ich bin es ja gewohnt für mehrer Personen zu kochen, meistens bis zu 6 bis 8 Personen und mein Kühlschrank ist meistens sehr gut bestückt. Wenn sich dann ganz überraschend meine Familie ankündigt und Sabrina sich ganz spontan ihren Reisauflauf wünscht, wird in den Kühlschrank geschaut. Entweder genügen die Zutaten für einen Hauptgang oder der Reisauflauf wird kleiner, dann reicht er für einen Nachtisch. Sabrina hat die Mengenangaben super beschrieben – da ich ihn ohne Rezept backe. Wie die Mamas und die Großmütter ihre Lieblingsrezepte immer backen und kochen. Das heißt: man nehme ein bischen Mehl, ca 3- 4 Eier, etwas Butter usw. , das ist natürlich keine große Hilfe für unsere Kinder, aber so habe ich das kochen von meiner Mutter gelernt und meine Töchter von mir und ich bin super stolz, dass beide Töchter die liebe zum Kochen und Backen von mir übernommen haben. Und wenn etwas mal nicht so gelingt, wenn man zum Beispiel Salz mit Zucker verwechselt, das ist mir auch schon passiert oder beim Backen von Plätzchen den Zucker vergessen hat und man sich wundert, dass Sie gar nicht süß sind, nicht aufgeben, beim Nächsten mal wird es um so besser und man freut sich um so mehr wenn es allen schmeckt. Probiert den leckeren Reisauflauf aus eure Familie wird sich freuen. Sabrinas Mama

Wir freuen uns über deinen Kommentar.

Selbstverständlich wird deine E-Mail Adresse nicht veröffentlicht!

*